Wikipedia und die Macht der Ideologie
16. August 2007 um 09:24 | blob.sing | In Web 2.0 and Stuff |
Kommentieren
Über Wikipedia und die Qualität der Informationen wird und wurde ja bereits viel diskutiert. Dabei ist natürlich klar, dass es bei einem offenen Projekt an dem jeder mitschreiben kann auch schwarze Schaafe unter den Nutzer gibt. Besonders beliebt ist es wohl bei Unternehmen, Beiträge anonym zu verändern, so dass unliebsame Informationen bewusst gestreut bzw. auch gelöscht werden.
Diesen Manipulationen will ein Student nun entgegenwirken und hat deshalb den Wikiscanner entwickelt. Die Software ermittelt über die IP-Adresse den Ausgangspunkt einer anonymen Veränderung in Beiträgen und ordnet diese Organisationen bzw. Blöcken von IP-Adressen zu.
Den Wikiscanner gibt es im Internet. Dort lassen sich mit einer Eingabemaske die Namen von Organisationen, Adressen oder IP-Blöcke eingeben und damit nach den aus den dortigen Netzwerken vorgenommenen Wikipedia-Änderungen forschen. Leider ist das Angebot sehr gut besucht, was den Server teilweise zum Erliegen bringt.
Damit konnte der Wikiscanner eine weitverbreitete Vermutung erstmals bestätigen: Zahlreiche Organisationen, Politiker und Individuen nutzen Wikipedia nicht als gemeinschaftliche Wissensdatenbank, sondern führen eine bittere Auseinandersetzung um die Wissenshoheit im Internet.Dies führt dazu, dass teilweise Ideologie Fakten und Informationen ablöst und damit langfristig die Qualität des Angebotes leidet.
Bisher gibt es noch keine Reaktion der Wikimedia Foundation auf den Wikiscanner.
via: Golem
No Comments yet »
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI