Datenkrake Google
19. Oktober 2007 um 13:04 | little.john | In Produkte / Hersteller, Search |
2 Kommentare
Im T3N-Magazin ist ein Artikel von Sebastian Erlhofer erschienen, der in einer verkürzten Fassung auch im Upload-Magazin publiziert worden ist. Es geht um Google Analytics und wie man dieses Tool einsetzt. Schon alleine das macht den Text für Interessierte (und solche, die es werden wollen) durchaus lesenswert, da auf einer nicht-technischen Ebene die Funktionalitäten von Analytics beschrieben werden.
Deutlich spannender ist aber der Absatz über die “Datenkrake Google”. Dort heißt es zum Beispiel:
Einerseits erhält Google Einsicht über die Besucherzahlen und Besucherflüsse auf einzelnen Websites. Sie können ohne Probleme in die Bewertung bei einer Suchanfrage einfließen, getreu dem Motto: Eine Website mit vielen Besuchern zum Thema Elektrosmog kann bei der entsprechenden Suche über die Suchmaschine auch höher gelistet werden als eine weniger gut frequentierte Seite. Auch die Daten der Nutzer werden eifrig gesammelt und so werden die Profile – identifizierbar über IP-Adressen und Cookies – immer vollständiger. Google lernt seine Nutzer mit jedem Klick besser kennen. Interessen, Surfgewohnheiten, Verweildauern auf bestimmten Websites, die virtuellen Einkäufe und getätigten Zahlungen, die E-Mails über Google Mail und schließlich die Suchanfragen über die Suchmaschine werden gespeichert.
(Hervorhebungen durch den ursprünglichen Autor)
Und da wird es langsam, aber sicher, ein wenig paranoid. Und diese Paranoia teile ich durchaus. Selbst wenn Google offiziell betont, dass die Daten, die durch die verschiedenen Quellen und Applikationen gesammelt werden, nicht miteinander verbunden werden und selbst wenn das offizielle Google-Motto “don’t do evil” lautet, so richtig glauben kann ich das nicht.
Wenn ich die Suchmaschine, Analytics, Apps, Google Mail alleine betrachte, dann sind das schon eine Menge Daten. Angereichtert durch Töchter wie Salesforce und diese Gen-Suche (die Firma von Byn’s Frau), dann entsteht potentiell ein interessantes Bouquet an Daten über einzelne User – und da will mir einer wirklich weismachen, dass man dieses Potential nicht nutzt? Die Worte hör’ ich wohl, allein, mir fehlt der Glauben (sagte schon der Faust)
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Pingback von My Ghillie » Datenkrake Google — 19. Oktober 2007 #
Cool, Sebastian Erlhofer ist ein ehemaliger Kommilitone von mir, der auch ein sehr erfolgreiches Buch über Suchmaschinen geschrieben hat. Außerdem hat er sich auch in seiner Magisterarbeit mit dem Thema beschäftigt.
Kommentar von blob.sing — 22. Oktober 2007 #