Apple Leopard: Networking ist nicht gleich Netzwerk

6. November 2007 um 08:35 | boss | In Apple/Mac, Produkte / Hersteller, Technologie | 3 Kommentare

security.jpgDas Urteil über die neue Raubkatze von Apple scheint geteilt. Von wirklich guten und nützlichen Features (z.B. vollintegrierte Backuplösung Timemashine) bis hin zu offensichtlichen und z.T. sicherheitskritischen Bugs. Besonders aufgefallen ist uns bei der Sichtung der einschlägigen Blogs und Infoquellen die signifikante Schwäche insbesondere im Netzwerkbereich. Wobei wir hier einmal Netzwerkbegriff etwas weiter nämlich sowohl auf WAN als auch LAN fassen wollen. Ein sehr ärgerlicher Fehler in diesem Bereich ist der mögliche Datenverlust, der auftritt, wenn Daten vom lokalen System auf ein externes Laufwerk verschoben werden und dabei die Netzlaufwerkverbindung verloren geht. Sicherlich ist das nicht “DER” alltägliche Fall – allerdings wohl nur in der privaten Anwendung. In Firmennetzwerken, die aus unserer Erfahrung z.T. an chronischer Ãœberlastung kranken, sind zumindest temporäre Ausfälle oder Probleme bei der Erreichbarkeit nicht wirklich die Seltenheit.

Noch schlimmer ist allerdings die Einschätzung diverser IT-Security Spezialisten in Bezug auf die Systemkomponente “Firewall” des MacOs X 10.5 Leopard. Hier wird beispielsweise berichtet, dass

“Leopard breaks a number of conventions. First, if you select Block All, no network services should be enabled, even if you’ve turned them on somewhere else. Apple either needs to relabel that setting to “Block All Except…”, or change the behavior to block all traffic, especially Bonjour.” von Rich Mogull für TidBits

Diese beiden Bugs sollen hier nur exemplarisch aufgeführt werden. Zeichnet sich hier etwa ein grundsätzliches Problem von Apples Entwicklung in Richtung “massentaugliches” System ab? Hat man hier in der Vergangenheit zuviel auf Design und zu wenig auf technologische Standards gesetzt? Das wird wohl die nähere Zukunft zeigen. Sicher ist, dass Apple gerade auch in diesem Bereich dringend nachziehen muss, um mit den wirklich guten, nutzerfreundlichen und designerisch über jeden Zweifel erhabenen Systemen auch im hart umkämpften Firmennetzwerken langfristig etablieren zu können.

via: Fschlog-Blog


3 Kommentare »

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  1. Probleme sind da, um gelöst zu werden und ich bin mir ganz sicher, dass Apple da sehr schnell reagieren wird. Wie sie es in der Vergangenheit meistens prompt getan haben.
    Aber die meiste Kritik ist richtig und diese sollte sich Apple auf jeden Fall zu Herzen nehmen. Nur denke ich, braucht man auf jeden Fall keine Panik schieben. Fehler gibt es in jedem OS.

    Kommentar von Oliver — 6. November 2007 #

  2. Absolut! Ich hatte ja schon hier im Blog neulich geschrieben, dass ich erst kurz aber jetzt gekennender Switcher bin. Und das auch weiterhin. Da ich aber aus der Windowswelt komme und auch seit Jahren die Entwicklungen in Firmennetzen beruflich verfolge, drückt das nur meine Hoffnung aus. Für Panik sehe ich auch definitiv keinen Anlass. Wenn Windows Updates dieses Ausmasses auch nur 30% so stabil und einfach funktionieren würden… ;-)

    Kommentar von boss — 6. November 2007 #

  3. investment blog…

    blog.pimp-my-sales.de » Apple Leopard: Networking ist nicht gleich Netzwerk…

    Trackback von investment blog — 25. Dezember 2015 #

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