StudiVZ: Nutzerdaten als Handelsware!?
14. Dezember 2007 um 15:45 | boss | In Unternehmens-News, Web 2.0 and Stuff |
4 Kommentare
Viele Vertreter der “Old Economy” fragen sich ja ständig, womit die neue “New Economy” eigentlich ihr Geld verdienen. Zumeist lautet die Antwort (wenn überhaupt qualifiziert) Werbung. Aber es geht auch anders. Gerade die Web2.0lligen Schlagworte “User Targeting” und “Social Networking” können offensichtlich auch zur Refinanzierung von Online-Diensten beitragen. So wird aktuell heftig diskutiert, wie sich die Plattform StudiVZ durch die offensichtlich angestrebte Veräußerung des Adressdatenbestands der User verändern wird.
Voraussetzung ist dafür allerdings die Änderung der AGB des Dienstes, die das bisher nicht vorgesehen und abgedeckt habe. Und damit kommen wieder einmal die weithin bekannten Sicherheitsbedenken in Bezug auf den Datenschutz ins Spiel. Zwar hat StudieVZ zugesichert, dass alle Nutzer individuell der Änderung der AGB zustimmen müssen. Aber ob sich die Nutzer wirklich der Konsequenzen bewußt sind und sein können bleibt zumindest fragwürdig. Der Betreiber vertritt verständlicher Weise den Standpunkt, dass damit nur eine Verbesserung des Dienstes durch personalisierte Werbung verbunden ist. Leider haben wir wohl alle in den vergangenen Jahren leidig erfahren müssen, dass das nur allzuoft tatsächlich in die gewohnten “SPAM-Belästigungen” ausufert.
Zudem befürchten Datenschützer, dass die kommerzielle Weitergabe der Userdaten nicht nur für Werbezwecke sondern auch noch für die schleichende Abschaffung der Privatsphäre der Nutzer führt. Wer kann hat denn noch einen Überblick darüber, was er in den letzen Wochen und Monaten innerhalb eines Dienstes wie StudieVZ oder z.B. angeklickt, bewertet oder markiert hat? Aus diesem Grund sind die Bedenke wohl nicht ganz unberechtigt. Sicher ist aber auch, dass dieser Schritt durch (wahrscheinlich nicht wenige Nutzer) zu Diskussionen in der Nutzerschaft führen wird. Aus Sicht von StudieVZ muss man hoffen, dass dieser Schritt wohl überlegt und noch besser kommuniziert wurde, damit man nicht die bei diesen Diensten absolut notwendige “Street Credibility” im “Relevant Set” also der “Community” verliert – (Bullshit)BINGO!
via: w&v.de
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Pingback von StudiVZ und neue Datenschutzerklärung und AGBs — 21. Dezember 2007 #
Neue StudiVZ AGBs/Datenschutzerklärung: Nutzer wandern ab…
Ein Bekannter von mir berichtete mir heute, dass er auf einmal 4 Freunde weniger im StudiVZ hätte. Zunächst dachte er jene hätten die Freundschaft gekündigt, aber dem war nicht so. Jene hatten sich einfach abgemeldet, weil sie die…
Trackback von www.verstecken.net — 28. Dezember 2007 #
Ich finds ungeheuerlich!
Kommentar von Willi — 3. Februar 2010 #