StudiVZ: Salto rückwärts bei Nutzerdaten-Weitergabe!
16. Dezember 2007 um 13:03 | boss | In Unternehmens-News, Web 2.0 and Stuff |
1 Kommentar
Soll man es die “Macht des Proletariats” oder “Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung” nennen? Oder war einfach der Druck der Öffentlichkeit zu groß? Immerhin hat die Welt Kompakt in der vergangenen Woche das Thema “StudiVZ vermarktet Nutzerdaten” direkt auf die ersten Seite mit großem Artikel und auch noch zentral positioniert aufgemacht. Und dabei ging es doch nur um die vermeintlich kommerzielle Nutzung von Nutzerdaten, wie sie gerade bei Social Networking Diensten im Internet doch nicht wirklich neu und revolutionär ist. Zudem gab es auch noch eine offizielle Aufforderung an die Nutzer, den geänderten AGB diesbezüblich zuzustimmen. Allerdings hatte man wohl bei StudiVZ nicht dieses Medienecho gerade auch im seriösen Offline-Bereich erwartet.
Wie dem auch sei, Welt.de gibt nun – natürlich wenig selbstkritisch reflektierend – bekannt, dass als Reaktion auf eben diesen Artikel StudiVZ sich zu einer erneuten Anpassung insbesondere des besonders kritischen Paragraphen 7 der AGB entschlossen habe.
<>”(…) der strittige Paragraf 7 der Datenschutzerklärung lässt nun nur noch die Weitergabe an Ermittlungsbehörden zu. Die Weitergabe an Dritte zu kommerziellen Zwecken wird in der neuen Fassung explizit ausgeschlossen: “Eine Weitergabe der Daten an Dritte zu kommerziellen und/oder gewerblichen Zwecken findet nicht statt.” >
Auch wenn ich hier bei Welt.de einen latenten Hang zur Selbstüberschätzung der Reichweite journalistischer Möglichkeiten sehe, ist diese Tatsache auf jeden Fall ein Sieg für den “Durchschnitts-User” von Social Networking Diensten. Wie schon in unserem Posting zu diesem Thema in dieser Woche angemerkt, wäre andernfalls sicher die “Leichtgläubigkeit” der Nutzer mehr als überstrapaziert worden. Wenn diese Anmerkung natürlich auch nur rein moralisch zu verstehen ist, kommerziell wäre die Vermarktung natürlich vollständig nachvollziehbar und korrekt gewesen
via: Welt.de
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Auch die vorherige Formulierung war klar, dass die Daten nur an Ermittlungsbehörden weitergeben werden dürfen und _nicht_ an kommerzielle Unternehmen. Die Welt kann also einfach nicht lesen.
Kommentar von Chris — 16. Dezember 2007 #