eBay Gebührenerhöhung: Ende einer Euphorie?

17. Dezember 2007 um 09:02 | boss | In Unternehmens-News, Web 2.0 and Stuff | 2 Kommentare

ebay_logo.gifWas waren das noch Zeiten als wir nahezu alle fast täglich mehrfach vom Auktionsfieber gepackt dem Claim von eBay entsprechend “beteten”: “3-2-1 Meins!?”. Werbespots, virales Marketing und vor allen Dinge dieses für fast jeden nachvollziehbare Gefühl des “Thrills”  – egal ob hinterher der Erfolg oder Misserfolg (überboten etc.) stand. eBay war eines der absoluten Geschäftsmodelle im Internet. Allerdings werden nicht weniger “eBayer” an sich selbst festgestellt haben, dass die Plattform mehr und mehr zu einer reinen eCommerce Applikation “verkommen” ist. War das Angebot früher stark von privaten Auktionen geprägt (und man bekam auch tatsächlich fast alles zu ersteigern und zu verkaufen) dominieren seit Monaten zunehmend die kommerziellen Angebote. Daher ist das Geschäftsmodell auch zunehmend auf professionelle und semiprofessionelle Anbieter ausgerichtet.

Da aber auch im Internet (und gerade hier) das Prinzip von Angebot und Nachfrage herrscht, führt das mangelnde Interesse der eBay User  offensichtlich zu Problemen mit eben diesem Geschäftsmodell. Offensichtlich plant eBay eine nicht unwesentliche Veränderung (Erhöhung) der Gebühren für das Einstellen von Angeboten:

“Der Hintergrund für die Entwicklung soll eine sinkende Zahl der Besucher und Neukunden auf der Website sein. Woher diese Einschätzung kommt, ist nicht bekannt. Wie bei den meisten Online-Plattformen hat auch eBay nicht nur aktive Kunden: Von den international knapp 248 Millionen registrierten Mitgliedern gelten nach Angaben des Magazins zwei Drittel als Karteileichen.

Allerdings ist dann fraglich, ob die Erhöhung der Gebühren diesen Trend stoppen kann. Denn betrachtet man einmal ganz “Old Economy like” die Marktgewohnheiten, dann führen Preiserhöhungen eher zur Ausdünnung des Angebots. Und gerade diese Entwicklung wäre aus meiner Sicht für eBay fatal. Denn sollte die Plattform dadurch weiter an Angeboten verlieren – und Optionen für Anbieter im Netz sind ja reichlich vorhanden – dann wird sie auch für die Nutzer unattraktiver. Das könnte den in eine fast unendliche Abwärtsspirale führen.

Nicht allein aufgrund der Tatsache, dass bis zu 80% des Umsatzes im Handel und eCommerce in Teilen zu Weihnachten gemacht werden, ist das also für den einstigen Star des eCommerce eine spannende Zeit.

via: Golem.de


2 Kommentare »

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  1. Ebay laufen die Verkäufer weg……

    Laut einem Bericht des Magazins Focus plant das Onlineauktionshaus Ebay, seine Preisstrukturen zum Vorteil der Verkäufer zu ändern. In einem heute erschienenen Artikel heisst es wörtlich: “Schwache Zahlen und empörte Kunden ha…

    Trackback von www.tutsi.de — 17. Dezember 2007 #

  2. Ebay unter Druck…

    Wie an verschiedenen Stellen zu lesen ist (z.B. da, da und da) leidet Ebay unter Verkäuferschwund. Diese Meldung war vor einiger Zeit schon einmal zu lesen – und auch damals hat man mit einem neuen Tarifmodell versucht, diesen Trend zu brechen. Mein p…

    Trackback von Stefan Jung — 17. Dezember 2007 #

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