Microsoft´s Formant Offensive: Öffnung des Empires?
21. Januar 2008 um 08:12 | boss | In Produkte / Hersteller, Technologie |
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Wer kennt das nicht? Beim Austausch von Daten in den bekannten Office Formaten wie XLS, DOC oder PPT gibts für gewöhnlich mehr Probleme als einem lieb ist. Nicht selten gehen genau die wichtigen Formatierungen verloren und machen somit das Dokument nahezu unbrauchbar. Bisher war das eine klare Strategie von Microsoft um Kunden klar an ihr proprietäres Produktformat zu binden. Die einzig wirklich halbwegs formatberücksichtigende Lösung war der Austausch per PDF, der allerdings die erneute Bearbeitung mehr als umständlich (wenn überhaupt) möglich machte. Hier scheint sich Mircrosoft nun allerdings etwas bewegen zu wollen. So hat man aktuell das Open Specification Promise aufgenommen und somit eine echte Öffnung in Richtung eines freien Zugangs zu den Dokumentspezifikationen angekündigt.
Bisher hatte man nur den “Big Playern” der Zunft, wie z.B. IBM, SUN oder einzelnen Regierungen Zugriff hierauf ermöglicht. Zudem wolle man auch einen eigenen Konverter entwickeln, der alte Binärformate in das neue XML-Format Office Open XML (OOXML) umwandel. Frage ist nur warum dieser Sinneswandel? Hängt es damit zusammen, dass Anbieter wie Google mit ihrem Docs and Spreadsheets (also einer kostenlosen Online-Version der bekannten Office Produkte) massiv auch in den Business Markt drängt? Sicherlich lässt Microsoft eine solche Entwicklung aber nicht ungerührt. Aus Sicht des Nutzers dürften die Gründe allerdings weniger interessant sein als die Auswirkungen. Sollte dies nämlich dazu führen, dass man zukünftig “einfach” und unter Berücksichtigung aller Spezifikationen Dokumente über Betriebssystem- und Programmgrenzen hinweg friktionsfrei austauschen kann, wäre das sicher eine nicht unwesentlicher Gewinn für uns Nutzer.
via: Golem.de
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Ich glaube, die Öffnung von Microsoft kommt nicht ganz freiwillig daher: durch die Iniitative des ODF – angestossen von der OpenOffice-Community zwingt Microsoft zu dieser Öffnung.
Dass sich der Konzern aber noch nicht ganz gewandelt hat (aus deren Sicht allzuverständlich), zeigt sich genau in der Entwicklung des OOXML – damit soll ja eigentlich ein Parallelstandard zu ODF geschaffen werden und damit das Office-Paket weiter stärken. Dazu gibt es übrigens ein nettes Interview im DOKmagazin – ich schaue mal, ob ich dies online finde. Dort diskutieren ein Vertreter der ODF-Fraktion und ein Vertreter von Microsoft miteinander.
Kommentar von little.john — 21. Januar 2008 #