Societe Generale Bank-Skandal: Milliardenschaden auch ohne IT-Wissen

28. Januar 2008 um 16:20 | boss | In Allgemein, Unternehmens-News | 2 Kommentare

schwein_gehabt.jpgAuch wenn das jetzt sicher etwas zynisch klingt, bei den zu befürchtenden Schicksalen, die mit dem kürzlich in Frankreich aufgedeckten Banken Skandal einher gehen werden: was soll ein Zitat, wie es der Onlinedienst Silicon.de heute wie folgt aufnimmt

“Wie es hieß, hatte der Verdächtige, Jerome K., am Wochenende ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Er nahm die Schuld auf sich, sagte aber noch nichts zu seinen Motiven, berichten die Agenturen. Der Aktienbetrug in Höhe von 50 Milliarden Euro war durch eine Kombination aus grundlegendem, aber nicht spezialisiertem Computerwissen und akribischen Kenntnissen über die Sicherheitsgrundlagen des Instituts möglich gewesen. Aber aus der Computerei habe er nur Anwenderkenntnisse über Microsoft Office und Visual Basic gehabt – wenig anderes.”

Wäre es in in irgeneiner Weise besser gewesen, wenn er mehr spezielles IT-Wissen gehabt hätte? Sollte das Anspron für zukünftige Wirtschaftskriminielle sein, die durch Jerome K. hoch gelegte Messlatte mittels dieses Wissens noch krimineller zu toppen? Oder aber ist gemeint, dass man auch quasi als “DAU” (Dümmster anzunehmender User) mehr volkswirtschaftlichen Schaden anrichten kann als so manche Regierung? Ehrlich gesagt erschließt sich mir die Argumentation nicht wirklich. Zudem finde ich es besonders spannend, dass dieser Artikel bei Silicon.de unter der Rubrick “CIO & Karriere” eingeordnet wurde!

Ich halte es da eher mit einem alten Spruch meiner Mutter (auch wenn der in diesem Zusammenhang sicher nicht weniger zynisch sein dürfte): Wer betrügt ist ein SCHWEIN! Und wer sich dabei erwischen läßt ist ein DUMMES Schwein ;-)

via: Silicon.de


2 Kommentare »

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  1. CIO & Karriere ist in der Tat sehr interessant und geradezu aberwitzig, weil er die Medienkarriere tatsächlich startet. Fraglich ist, ob er mit den Erlösen für die Medienstory den Entschädigungsforderungen nachkommen kann. Da auf unserem Blog eine heftige Diskussion darüber entfacht ist, ob dies mit einem Identity Management verhindert worden wäre enthalte ich mich mal der Spekulation und schließe mich dem plakativen und sehr wahren Spruch Ihrerer Mutter an.

    Gruss Oliver

    Kommentar von Oliver// — 28. Januar 2008 #

  2. Vielleicht macht der Vogel jetzt mit dem Händler, der die Barings Bank auf dem Gewissen hat, gemeinsame Sache?

    Der Leeson (so hieß der doch, oder?) hat zumindest etwas refinanziert bekommen, denn er hat (auch das durchaus zynisch) zusammen mit den Bollock Brothers den Sinatra-Hit “My way” gecovert.

    Die beiden können ja jetzt ein Duett singen: “Mich kann man kaufen und es gibt mich im Sonderangebot”

    Kommentar von little.john — 30. Januar 2008 #

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