Identitätsdiebstahl im Social Networks
29. Februar 2008 um 14:25 | blob.sing | In Allgemein, Web 2.0 and Stuff |
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Soziale Netzwerke sind beliebt – und das nicht nur bei Studenten. Tag für Tag vernetzen und gruscheln sich tausende Menschen im Internet, tauschen sich aus, richten Bilderalben ein und pflegen ihre persönlichen Profilseiten. Darüber hinaus nimmt bei Hardcore-Networkern die Zahl der Kontakte oder Freunde unaufhörlich zu.
“In” ist wer viele Freunde hat – Wichtig ist wer viele Kontakte hat
Ähnlich dem Vorgehen von Google diejenigen Seite im Index stärker zu berücksichtigen auf die viele verschiedene – und möglichst themenverwandte – Seiten verlinken, steigt die Reputation eines Networkers mit jedem Kontakt und jeden Gruschelpartner. Daher kommt es nicht überraschend, dass mittlerweile jede noch so kleine Gruppe ihr eigenes VZ bekommen muss, um auf dem globalen Laufsteg der Bekanntheit flanieren zu können.
Doch damit einher geht auch die Lust zur Fälschung. Gefälschte Identitäten, die vormals eher im Bereich der synchronen Kommunikation in Chats und Messengern eine große Rolle spielten, verschieben sich mehr und mehr in den Bereich der sozialen Netzwerke. Gefälschte Profile um andere zu diffamieren, falsche Angaben zu Beruf und Karriere um “dazu” zu gehören. Die einzelnen Unterarten der Fälschungen sind ebenso vielschichtig wie die Beweggründe der Täter.
Dazu gehören politische Botschaften, wie etwa bei den gefälschten Facebook Profil-Seiten von Benazir Bhuttos Sohn Bilawal Bhutto, Rachegefühle und der Drang zur Selbstdarstellung verbunden mit den berühmten 15 Sekunden Ruhm, die im Internet manchmal auch etwas kürzer oder länger sein können. So geschehen auf der Social Business Plattform Xing! Dort konnte ich auf meiner Übersichtsseite unter den neuen Mitgliedern den Namen Gerald Asamoah lesen. Der Fußballspieler von Schalke 04 in einem Business Netzwerk? Schnell konnte ich durch einenKklick auf das Profil erfahren, dass sich besagter Fussballspieler als Vertreter seiner eigenen Stiftung “Gerald Asamoah Stiftung für herzkranke Kinder” präsentierte. Dass es sich dabei aber scheinbar nicht um den echten Fussballer handelte merkte ich schnell, da ich nur noch dazu kam den Screenshot zu machen, bevor das Profil bereits wieder gelöscht war. Es lohnt sich also manchmal doch den eigenen Namen zu googlen, um zu erfahren, was so alles über einen geschrieben und erzählt wird.
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