IT-Auftragsmanagement: Kommunikation ist alles

18. März 2008 um 12:48 | boss | In Technologie, Vertriebs Know-how | 1 Kommentar

deadend.jpgLaut einer aktuellen Befragung unter 300 Mittelstands- und Großunternehmen, ist das interne IT-Auftragsmanagement mehr als unzureichend. Große Probleme gibt es demnach schon bei der Übergabe von der Fachabteilung an das IT-Management. Primär werden hier aber für mich eher zweitrangige Themen dafür verantwortlich gemacht, wie z.B. “nicht ausreichend automatisierte Prozesse”. Das ist aus meiner Sicht des Pudels Kern. Prozesse und deren Automatisierung sind sicher ein notwendiger Bestandteil eines reibungslos funktionierenden Auftragsmanagement. Wenn bestimmte Formen und Verfahren nicht eingehalten werden, oder schlimmer noch, diese nicht bestehen, kann es nicht funktionieren. Aber aus meiner Erfahrung kommt ein anderer Aspekt weit schlimmer zum Tragen. Mangelnde oder auf unterschiedlichem (fachlich/technischem) Niveau stattfindende Kommunikation.

Noch immer trifft man nämlich gerade als IT-Dienstleister, der sich sowohl an die Business Units als auch an die umsetzende/betreibende IT wendet, auf völlig unterschiedliche Anforderungen. Dass ist sicher in der Natur der Sache und auch nicht grundsätzlich schlecht. Allerdings ist auch festzuhalten, dass IT-Abteilungen zunehmend nicht mehr als Selbstzweck zu den historisch bekannten “Ehda-Kosten” (… die sind ja eh da) existieren. Vielmehr müssen sie sich als Partner und Enabler für ihre Business Abteilungen verstehen und begreifen. Das bedingt aber auch ein Mindestmaß an Verständnis für die Potentiale und Herausforderungen des Business und das zunächst einmal ohne den Blick auf “Features & Functions” eines Produkts. Erst wenn dieses Grundverständnis da ist, gelingt es dem Business auch, die Anforderungen in einer für sie ausreichenden und verständlichen Weise zu kommunizieren. Die Aufgabe der IT ist dann die “Übersetzung” in eine objektiv abprüfbare und quantifizierbare Form. Fehlt das eben genannten Grundverständnis auf Seiten der IT, kann es nur zu Mißverständnissen und Fehlinterpretationen kommen.

Dieser Umstand ist aber auch gerade ein Ansatz und ein Potential für uns Hersteller und Dienstleister. Wir müssen, soweit dieses Verständnis im Unternehmen eines Kunden oder Potentials nicht vorhanden ist, einen Teil dieser Aufgabe übernehmen. Das beginnt schon im Salesprozess und gewinnt mit dessen Fortschreiten zunehmend an Bedeutung. Wenn keine Lastenhefte existieren, müssen diese durch uns hergeleitet und abgestimmt fixiert werden. Das ist eine große Chance der Differenzierung von seinen Wettbewerbern. Wenn wiederum die eigene interne Struktur das zuläßt ;-)

via: Silicon.de


1 Kommentar »

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  1. In der Tat lassen sich die meisten Friktionen in Unternehmen auf schlechte Kommunikation zurückführen. Es ist das Schmiermittel zwischen Menschen – und in der Wisssengesellschaft erst recht.

    Kommentar von Karrierebibel — 19. März 2008 #

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