Google App Engine: Sicherheit für geistiges Eigentum?

9. April 2008 um 09:18 | boss | In Produkte / Hersteller, Search, Technologie | 1 Kommentar

app_engine.jpgDas Google den ursprünglichen und eher anarchischen Gedanken des Internets immer noch weit mehr verinnerlicht hat als andere Unternehmen, steht wohl außer Frage. Das Prinzip Anwendungen tendenziell kostenlos an die Nutzer abzugeben und somit alle von den vermeintlichen Vorzügen profitieren zu lassen ist ungebrochen. Allerdings hat auch und gerade Google in letzter Zeit verstärkt mit signifikanten Abgängen im Managementbereich zu tun, die darauf hindeuten, dass der Kampf zwischen dem “anarchischen Flügel” und den “bedenkentragenden Managern”, die für den kommerziellen Erfolgt verantwortlich zeigen heftiger wird.

Eine scheinbare Entwicklung “back to the roots” ist dagegen wohl die neu anstehende App Engine von Google. Neben der nun schon seit geraumer Zeit existierenden Lösung Apps für Google selbst zu entwickeln, soll nun auch eine komplette Entwicklungs- und vor allen Dingen Livebetriebsumgebung für diese bereit gestellt werden.

“Die “App Engine” soll es Entwicklern erlauben, sich auf die Software-Entwicklung zu konzentrieren, Google sorgt dann dafür, dass die zum Betrieb notwendigen Computerressourcen zur Verfügung stehen. So will Google auch Lastspitzen den Schrecken nehmen und dank automatischer Replikation und Load-Balancing dafür sorgen, dass auch ein plötzlicher Besucheransturm bewältigt werden kann” so Golem.de.

Soweit so gut. Bemerkenswert und positiv ist hier sicher die Tatsache, dass Google weit weniger Aufhebens um die Einbindung der Entwickler (in Sachen SDK etc.) macht als z.B. Apple bei der aktuellen Entwicklung des iPhones. Dass das eigentlich nur von Vorteil sein kann sieht man daran, dass defacto durch die im sog. “Installer” vorliegenden Programme für das iPhone bereits sehr performant und ausgereift sind (allerdings nur, wenn das iPhone vorher “gejailbreaked” also unlocked wurde!). Da werden sich die nun über das offiziell herausgegebene SDK zu entwickelnden Programme sicherlich daran messen lassen müssen. Aber zurück zur Google App Engine. Etwas Bauchschmerzen würden mir als Entwickler schon kommen. Ich denke da nur an die unrühmliche Diskussion in Deutschland vor gar nicht so langer Zeit, in der plötzlich und einseitig die AGB für die Nutzung von Google Apps (Docs + Spreadsheets) seitens Google geändert wurden. Hier drohte ein Zugriff von Google auf Daten innerhalb der Applikation und somit zweifelsohne auf geistiges Eigentum des Erstellers. Auch wenn ich die AGB zur Google App Engine natürlich noch nicht gesehen habe, sehe ich hier ebenfalls einen potentiellen Konflikt. Ich denke nicht, dass Entwickler von Applikationen gerne in eine ähnliche Gefahr kommen möchten. Der Umgang damit wird also sicherlich spannend werden.

via: Golem.de


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  1. Free apps with payments are the best approach. No one can argue. The growing environment for app development is of course somewhat worrying. All we can do is remain positive, and keep adjusting our strategies.

    Kommentar von Ruppe — 27. Juni 2013 #

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