Webcontrolling nicht Datenschutz-konform?

9. April 2008 um 17:21 | little.john | In Technologie, Unternehmens-News, Web 2.0 and Stuff | Kommentieren

Die Themen “Datenschutz” und “Google Analytics” beschäftigen Spezialisten schon länger – und immer häufiger zeigt sich, dass Datenschutz und Google wohl keine Freunde mehr werden.

Das sehen jetzt auch wieder deutsche Gerichte so, speziell das Amtsgericht Berlin-Mitte und das Landgericht Berlin.

Der Fall war folgender:

Ein Internetnutzer, der die Internetseite des Bundesjustizministeriums mehrmals aufgesucht hatte, verklagte die Bundesrepublik Deutschland als Rechtsträgerin des Bundesjustizministeriums. Das Bundesjustizministerium hatte für 14 Tage unter anderem die IP-Adressen der Seitenbesucher des Ministeriums gespeichert.

Der Kläger war der Auffassung, dass IP-Adressen personenbezogene Daten im Sinne des Datenschutzrechts darstellen und begehrte Unterlassung der Speicherung dieser Daten für die Zukunft sowie Löschung aller bisher gesammelten Daten. Die Gerichte gaben dem Kläger recht, sodass das Ministerium keine IP-Adressen mehr speichern durfte, ohne die für personenbezogene Daten geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu beachten. “Unproblematisch und rechtlich einwandfrei ist die Speicherung und Auswertung von Daten wie der Verweildauer eines Nutzers auf einer Internetseite und dessen Aktivitäten auf dieser Seite, wenn dazu keine personenbezogenen Daten erhoben werden. Dabei darf es sich also nicht um Daten handeln, die eine Person, die hinter dem eigentlich anonymen Nutzer steht, identifiziert oder bestimmbar macht”, so Keller im Pressetext-Interview in Anspielung auf die Archivierung der IP-Adresse.

Dass dieses Urteil nicht nur Google und Google Analytics betrifft, ist klar – auf jeden Fall gibt es jetzt wieder genügend Diskussionsstoff über die Legalität von Webcontrolling…

via absatzwirtschaft


Google App Engine: Sicherheit für geistiges Eigentum?

9. April 2008 um 09:18 | boss | In Produkte / Hersteller, Search, Technologie | 1 Kommentar

app_engine.jpgDas Google den ursprünglichen und eher anarchischen Gedanken des Internets immer noch weit mehr verinnerlicht hat als andere Unternehmen, steht wohl außer Frage. Das Prinzip Anwendungen tendenziell kostenlos an die Nutzer abzugeben und somit alle von den vermeintlichen Vorzügen profitieren zu lassen ist ungebrochen. Allerdings hat auch und gerade Google in letzter Zeit verstärkt mit signifikanten Abgängen im Managementbereich zu tun, die darauf hindeuten, dass der Kampf zwischen dem “anarchischen Flügel” und den “bedenkentragenden Managern”, die für den kommerziellen Erfolgt verantwortlich zeigen heftiger wird.

Eine scheinbare Entwicklung “back to the roots” ist dagegen wohl die neu anstehende App Engine von Google. Neben der nun schon seit geraumer Zeit existierenden Lösung Apps für Google selbst zu entwickeln, soll nun auch eine komplette Entwicklungs- und vor allen Dingen Livebetriebsumgebung für diese bereit gestellt werden.

“Die “App Engine” soll es Entwicklern erlauben, sich auf die Software-Entwicklung zu konzentrieren, Google sorgt dann dafür, dass die zum Betrieb notwendigen Computerressourcen zur Verfügung stehen. So will Google auch Lastspitzen den Schrecken nehmen und dank automatischer Replikation und Load-Balancing dafür sorgen, dass auch ein plötzlicher Besucheransturm bewältigt werden kann” so Golem.de.

Soweit so gut. Bemerkenswert und positiv ist hier sicher die Tatsache, dass Google weit weniger Aufhebens um die Einbindung der Entwickler (in Sachen SDK etc.) macht als z.B. Apple bei der aktuellen Entwicklung des iPhones. Dass das eigentlich nur von Vorteil sein kann sieht man daran, dass defacto durch die im sog. “Installer” vorliegenden Programme für das iPhone bereits sehr performant und ausgereift sind (allerdings nur, wenn das iPhone vorher “gejailbreaked” also unlocked wurde!). Da werden sich die nun über das offiziell herausgegebene SDK zu entwickelnden Programme sicherlich daran messen lassen müssen. Aber zurück zur Google App Engine. Etwas Bauchschmerzen würden mir als Entwickler schon kommen. Ich denke da nur an die unrühmliche Diskussion in Deutschland vor gar nicht so langer Zeit, in der plötzlich und einseitig die AGB für die Nutzung von Google Apps (Docs + Spreadsheets) seitens Google geändert wurden. Hier drohte ein Zugriff von Google auf Daten innerhalb der Applikation und somit zweifelsohne auf geistiges Eigentum des Erstellers. Auch wenn ich die AGB zur Google App Engine natürlich noch nicht gesehen habe, sehe ich hier ebenfalls einen potentiellen Konflikt. Ich denke nicht, dass Entwickler von Applikationen gerne in eine ähnliche Gefahr kommen möchten. Der Umgang damit wird also sicherlich spannend werden.

via: Golem.de


New York Times bietet eigenen Google Earth-Layer

8. April 2008 um 09:34 | little.john | In Search, Unternehmens-News, Web 2.0 and Stuff | Kommentieren

Zeitungen online lesen ist ja so ein Fall für sich – das war vor einigen Jahren ein Hype, hat sich aber schnell wieder abgekühlt, weil doch nur sehr wenig über die Papiervariante geht. Also das Internet quasi nur als Ergänzung denn als Substitut.

Die New York Times geht jetzt einen neuen, durchaus interessanten Weg – wenn auch erst einmal kein Geld zu verdienen ist.

Die “Times” bietet einen eigenen Layer für GoogleEarth an. Alle Nachrichten werden mit Geodaten versehen, so dass man sich die Nachrichten passend zu jedem Ort anschauen kann – das ist eigentlich schon eine spannende Angelegenheit, besonders, weil die News alle 15 Minuten aktualisiert werden.

Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, wie sich dieses Feature entwickelt.

via Googlewatchblog


Yahoo AMP Ads: Jetzt heißts – ran ans Buffet

7. April 2008 um 09:54 | boss | In Allgemein, Online-Marketing, Unternehmens-News | Kommentieren

yahoo.jpgEiner der wohl am heissesten umkämpften Märkte im Online Bereich ist der der Online Werbevermarktung. Schwindende Umsätze in den klassischen Medien und Anzeigemärkten bei gleichbleibendem bzw. steigendem Werbebudget – das sind die treibenden Argumente im der Szene. Hier geht es bereits aktuell um Milliarden und die jährlichen Steigerungsraten lassen andere Branchen nur träumen. Kein Wunder also, dass andere Bereiche wie DSL, UMTS etc. z.T. hier deutlich das Nachsehen haben, auch wenn diese ebenfalls nicht von schlechten Eltern sind.

Aktuell unangefochtener Platzhirsch ist – wie fast überall im Internet, wo sie ihre Finger drin haben – Google. Mit Google Ads bietet Google das marktführende System für Werbeschaltung aller Art im Internet. Allerdings ist aufgrund der schier unendlichen Größe des Markts der ein oder andere der Meinung, dass man zumindest einem etwas größeren Teil von diesem Kuchen Google abnagen könnte. Die wirklich relevanten Player kann man dabei weltweit beinahe an einer Hand abzählen. Yahoo zählt sich sicher selbst dazu und hat daher nicht unwesentlichen Aufwand betrieben, um den Anschluss zumindest nicht zu verlieren. Der neueste Ansatz soll dabei das Projekt/Produkt AMP sein.

Neben einer verbesserten graphischen Oberfläche sollen dabei besonders die Verwaltung von Aufträgen im Fokus stehen.  Man will dabei dem wachsenden Bedarf in alle Richtungen des Geschäfts bedienen. Gemeint ist damit, dass zunehmend Werbeschaltende auch Werbeflächenanbieter sind – also Anbieter und Käufer im gleichen Segment und in einer Person. Zudem differenzieren diese mit zunehmender Erfahrung ihre Aktivitäten auch mehr aus. Ob nun marken- und/oder bekanntheitsbezogene Werbung (breitgestreut) oder fach-/produktspezifisch (fokussiert und zielgruppenorientiert) bedeutet aus professioneller Sicht völlig unterschiedliche Ansätze. Das gilt sowohl für die Auswahl der virutellen Marktplätze als auch ggf. für die Auswahl der Werbemittel (Suchmaschinenwerbung über Banner oder lokale Werbung bis hin zu mobilen Anzeigen und Videowerbung). Da kann man schnell schon mal die Ãœbersicht verlieren. Und nicht jeder kann oder möchte sich direkt in die Hände eine Agentur begeben, die diese Arbeiten für einen übernehmen.

Golem weist zudem auch auf mögliche Auswirkungen dieser Aktivitäten für die immer noch schwebende Ãœbernahme von Yahoo durch Microsoft hin. Wenn Yahoo sich damit nicht deutlicher am Markt positionieren will, dann doch zumindesten die “Braut aufwerten”. Mit einem solchen – wenn denn dann in der Zukunft funktionierenden – Dienst könnte man zumindestens den Angebotspreis deutlich “Phantasie” verleihen, wie es wohl in Börsenkreisen heißt. Also abwarten und staunen.

via: Golem.de


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