Google Interview: Geld spielt keine Rolle

2. Mai 2008 um 08:20 | boss | In Produkte / Hersteller, Search, Unternehmens-News | Kommentieren

In einem Interview mit den amerikanische Wirtschaftsmagazin BusinessWeek beschreibt Google-Chef Eric Schmidt sein Sicht der Dinge in Bezug auf die Erfolgsfaktoren des Online Primus Google. Spannende Ansätze sind dort zu finden. Bei Golem.de ist dazu folgendes zu lesen:

“Es sei die besondere Unternehmenskultur bei Google, die den Unterschied mache, beschrieb CEO Eric Schmidt im Interview mit dem amerikanischen Wirtschaftsmagazin “Business Week“. Innovation lasse sich nicht von oben lenken. Man brauche vielmehr die richtigen Rahmenbedingungen – und die sind bei Google offensichtlich anders als bei anderen Unternehmen: “Niemand arbeitet so wie wir.”

Wow, das ist doch mal Selbstbewustsein, wie wir es lieben. Kleine Teams, bis zu 20% Arbeitszeit frei verfügbar für eingene Projekte (so lange sie Google helfen und natürlich auch Google gehören - fair enought) sowie Zukauf von zusätzlichem frischem (gedanklichen) Blut durch die Übernahme kleinerer Firmen. Das klingt alles sehr gut und viel wichtiger als das, der Erfolg gibt Google Recht. Aber genau an dieser Stelle wirds dann etwas unglaubwürdig. Denn so wie es sich bei  Schmidt anhört, ist der einzige Erflog, den es zu erreichen gilt, der Fokus auf den Nutzer und seine Zufriedenheit.

“Es geht nur um den Nutzer.” Das Unternehmen entwickele nicht, um Inserenten, Zeitungen, Telekommunikationsanbieter oder die Wettbewerber glücklich zu machen. “Wir haben die klare Entscheidung getroffen, dass wir den Nutzer bevorzugen.” 

Aha. Glücklich soll also nur der User sein. Auch wenn die Formulierung nicht ausdrücklich “Werbung-Schaltende” ausnimmt, klingt das doch stark so, als wären die Interessen der Geldgeber (nämlich eben dieser Werbetreibenden) völlig außen vor. Tolle Sache, wenn man das so außer Acht lassen kann und seinen Umsatz auf  1,256 Milliarden US-Dollar, 93 Prozent mehr als im Vorjahr steigert! Ganz offen gesprochen: das halte ich für etwas zu optimistisch und bei allem Respekt etwas verlogen hedonistisch. Klar ist, dass Kundenorientierung direkt einher geht mit der Möglichkeit entsprechend seinem Geschäftsmodell optimierte Angebote für die Werbekunden zu vermarkten. Das ist gut so aber bitte schön auch Fakt.

via: Golem.de
 


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