Was ist denn jetzt mit Second Life?

7. Mai 2008 um 16:40 | little.john | In Web 2.0 and Stuff | Kommentieren

Ich verstehe die (virtuelle) Welt im Moment nicht so ganz. Da stimmen viele schon den Abgesang auf Second Life an (unter anderem die Netzeitung), viele Unternehmen geben ihre Inseln und Projekte auf (unter anderem die Post), bei Linden Labs wird das Personalkarussell gedreht und dann kommt so ganz unverhofft und unvermittelt doch eine kleinere Erfolgsmeldung um die Ecke.

Der TÜV Nord hat nach 6 Monaten ein erstes Fazit gezogen und ist durchaus zufrieden mit seinen Second Lif-Aktivitäten:

Ein halbes Jahr später berichtet der TÜV NORD, dass man täglich mehr als 800 Besucher auf der eigenen Insel verzeichnen kann. Damit sieht Projektleiter Frank Boerger auch die Resonanz gegeben, die zum Weitermachen auffordere.

Das sollte den Betreibern von Second Life runter gehen wie Öl. Besonders, wenn man die Meldung der Netzeitung betrachtet:

 Inzwischen ist der Medienhype abgeklungen, und einige Firmen wie Mercedes-Benz, Adidas und die Deutsche Post haben ihr virtuelles Engagement beendet. Andererseits entsteht im Umgang mit dem neuen Medium nun so etwas wie produktive Gelassenheit. «Der Hype ist abgeklungen, und die meisten nutzen Second Life nun als 3-D-Chat mit der Möglichkeit, relativ viel selbst zu gestalten», erklärt der Kommunikationsdesigner Alvar Freude.


Microhoo – wer bewegt sich doch?

6. Mai 2008 um 14:16 | little.john | In Unternehmens-News, Web 2.0 and Stuff | Kommentieren

Gestern hieß es, das Thema Übernahme ist endgültig gegessen. Wie ich schon vermutet habe, ist es das aber nun doch nicht – meldet zumindest die Financial Times:

Yahoo might have been prepared to accept a lower price from Microsoft rather than see the proposed acquisition of the internet company collapse, Jerry Yang, its co-founder and chief executive, indicated yesterday.

Scheinbar hat Yang Druck von einigen Aktionären bekommen, doch mit Microsoft zu verhandeln.  Ich bin mal gespannt, was sich daraus entwickelt.


Xing im Plus

5. Mai 2008 um 16:35 | blob.sing | In Unternehmens-News, Web 2.0 and Stuff | Kommentieren

Robert Basic vom Weblog Basicthinking hat die vorläufigen Quartalszahlen des Social Business Networks Xing (sprich Crossing?) veröffentlicht. Diese sehen aus wie folgt:

  • Accounts: 5,71 Mio
  • davon Premium: 0,42 Mio
  • Umsatz: 7,5 Mio
  • EBITDA: 2,64 Mio

Herausgekommen ist ein dickes Plus auf der Haben-Seite. Gegenüber dem Vorjahresquartal 01/07 stieg die Zahl der Accounts um 170 Prozent. Davon betrug das Wachstum kostenpflichtiger Premiumaccounts immerhin gute 63 Prozent. Als Ennahmequellen geht Basic von drei Feldern aus:

  • Premiumaccounts: 5,91 Mio (80%)
  • Werbung: 0,52 Mio (7%)
  • Marktplatz: 0,96 Mio (13%)

Kritisiert wird von Basic vor allem die Werbeabteilung des Unternehmens, die nach seinen Berechnungen nur wenig besser performt als ein vergleichbarer Einsatz von Google Adsense. Und tatsächlich mutet ein Einnahmenanteil von 7% der Gesamteinnahmen relativ niedrig an und bietet daher noch viel Luft nach oben, bzw. schreit nach personellen Veränderungen :-)

Spannend bleibt die Frage, ob Xing in Deutschland das Potential hat eine breite Masse für das “Netzwerken” zu begeistern. Eines steht aber bereits jetzt fest: Xing verzeichnet mehr oder weniger als einziges deutsches Web 2.0 Startup Einnahmen und hat einen positiven Cash-Flow. Meiner Meinung nach wird der Wert solcher Netzwerke in Zukunft weiter steigen. Die Arbeitsmärkte werden zunehmend dynamisch, Jobs werden häufiger gewechselt und auch die Vernetzung für den beruflichen Erfolg ist nicht zu unterschätzen. Deshalb bin ich vorsichtig optimistisch das Xing entgegen der Meinung von Robert Basic in Zukunft weitere Nutzer von deren Geschäftsmodell überzeugen kann. Außerdem strömt ja auch immerhin ein wenig Nachwuchs nach, die mit Social Networks quasi aufwachsen.

Let’s see what future brings!

via: Basicthinking


Microhoo – aus und vorbei?

5. Mai 2008 um 13:24 | little.john | In Unternehmens-News, Web 2.0 and Stuff | Kommentieren

Also, Golem titelt ” Microsoft zieht Übernahmeangebot für Yahoo offiziell zurück” und beruft sich auf das Wall Street Journal, welches wiederum einen Insider zitiert, der davon ausgeht, dass es sich nicht um einen Verhandlungstrick handelt.

Nun gut, Ballmer schreibt auch in einem offenen Brief an Yahoo, dass auch keine feindliche Übernahme mehr geplant ist.

Heißt das, dass die Fusion endgültig vom Tisch ist? Scheinbar ja. Allerdings kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen, dass Ballmer (und damit Microsoft) wirklich aufgeben. Das würde so gar nicht in das Ballmer-Bild passen, welches er über die letzten Jahre aufgebaut hat.

Meine Prognose: das Spiel geht noch weiter.


Microhoo – ja was denn nu?

5. Mai 2008 um 12:10 | little.john | In Unternehmens-News, Web 2.0 and Stuff | Kommentieren

Microsoft will, Yahoo will nicht (freundlich). Microsoft will, Yahoo will mehr Geld. Microsoft will, Yahoo will nicht (feindlich).

Nachdem Microsoft freundlich versucht hat, Yahoo zu übernehmen und Yahoo sich geziert hat, wollte Microsoft dann feindlich die Übernahme starten und hat jetzt davon abgesehen, weil “Yang habe deutlich gemacht, dass Yahoo! dann Schritte unternehmen werde, die den Konzern für Microsoft nicht länger attraktiv machten.” (heise.de)

Und nun? “Eine feindliche Übernahme wäre für Microsoft Experten zufolge zudem langwierig und teuer geworden – bei überdies ungewissem Ausgang.” (heise.de)

“Wir glauben weiter, dass die vorgeschlagene Übernahme für Microsoft, Yahoo! und den gesamten Markt sinnvoll gewesen wäre”, sagte Ballmer. Er räumte zudem ein: “Yahoo! hätte unsere Strategie beschleunigt.” Microsoft könne aber auch so seine Ziele erreichen.

Heißt das jetzt, dass das Thema gegessen ist? Würde mich wundern. Ich vermute mal, dass das nur ein weiterer Schritt im (un) endlichen Übernahmepoker ist. Genauso wie die angedachte Allianz vonYahoo und Google im Bereich Suchanzeigen.


Studie zu Effizienzsteigerungen in Rechenzentren

2. Mai 2008 um 16:27 | blob.sing | In Hosting/Outsourcing, Produkte / Hersteller, Technologie | Kommentieren

McKinsey&Company und die Spezialisten vom Uptime Institute haben einen neue Studie zum Thema “Revolutionizing Data Center Energy Efficiency” veröffentlicht.

Darin liest sich, dass die Emmission von Treibhausgasen weltweit bis 2020 gegenüber heute viermal so groß sein wird, wenn keine geeigneten Gegenmaßnahmen zur Effizienzsteigerung der bisherigen Rechenzentren ergriffen werden. Momentan wächst der jährliche Energiebedarf um ca. 30 Prozent, was dazu führen würde, dass im Jahr 2010 zehn und bis 2015 30 neue Kraftwerke gebaut werden müssten, um den Energiebedarf zu decken.

Rat ist also teuer, wenn man dagegen die Bestrebungen der meisten Länder hält, die Treibhausemmissionen zu senken. Ansonsten ist wohl langfristig auch mit noch höheren Auflagen für Rechenzentrenbetreibern zu rechnen.

In der Studie werden desweiteren Maßnahmen vorgeschlagen, um die angesprochene Effizienz zu steigern und eine positivere Corporate Average Data Efficiency (CADE) zu erreichen. Den größten Faktor und Effekt könnte die Einführung von Virtualisierungstechniken in den Unternehmen bewirken. ALs Grundlage für Emmissionsmessungen dient der CADE-Wert, der sich aus den Faktoren “Facility Energy Efficiency”, “Facility Utilization”, “IT Energy Efficiency” und “IT Utilization” berechnet. Virtualisierungstechniken könnten den CADE-Wert um bis zu 30 Prozent senken. Die Abschaltung von toten Servern (ca. bis zu 25 Prozent geringerer CADE_Wert) und die Installation aktueller Hardware , sowie die Nutzung von Servern mit Stromsparfunktionen (beide bis zu 20 Prozent), können weitere Prozentpunkte einsparen. Immerhin noch ca. 15 Prozent können durch die Einführung verbesserter Kühltechniken gespart werden. Dagegen stehen natürlich die Kosten für diese Maßnahmen und der Energieeinsatz der bei der Herstellung von neuen Serverkomponenten eingesetzt werden muss.

Das Unternehmensmanagement soo außerdem – so die Studie – soll die finanzielle Verantwortung für die Rechenzentren in den Bereich der Chief Information Officer (CIO) legen. Getrente Verantwortungsbereiche für das Anlagen-Management und IT-Fragen wären demnach nicht zielführen. Die Überwachung des Energieverbrauchs und der Energieeffizienz soll von einem speziellen Energieverantwortlichen wahrgenommen werden, dessen Position in den meisten Rechenzentren erst noch geschaffen werden müsste.

via: heise


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