Microsoft: Open Source und Linux – vor 5 Jahren undenkbar

10. April 2008 um 15:33 | boss | In Produkte / Hersteller, Unternehmens-News | Kommentieren

linux.jpgWir hatten uns ja heute bereits eingehend mit den Big Playern im IT-Bereich (Google, AOL, Yahoo und Microsoft) beschäftigt. Im Grunde ging es da ja auch schon um die sich dramatisch ändernden Geschäftsmodelle dieser Anbieter. Wenn man sich ansieht, wie sich die einstmals “klassischen” Märkte wie Software oder Online-Werbung in den vergangenen Jahren geändert haben, kann einem schon schwindlig werden.

Da kommt gerade die Meldung rein, dass Microsoft einen neuen Open-Source/Linux-Chef vorgestellt hat. Allein der Titel in Verbindung mit Microsoft wäre noch vor Jahren eine Sensation gewesen und ist auch heute noch nicht Alltag (jedenfalls nicht für mich). Neben der Tatsache, dass es sich bei Sam Ramji um einen Spezialisten in diesem Bereich zu handeln scheint (er war immerhin bisher Chef des Microsoft-Open-Souce-Labors), wird er von Golem und deren Quelle CNet sogar als “Open Source freundlich eingestellt” eingestuft. Ich finds bemerkenswert (was ich ja auch gerade gemacht habe). Warte ja nur drauf, bis der Pinguin Bestandteil des MS-Logos wird ;-)

via: Golem.de &  CNet


Google App Engine: Sicherheit für geistiges Eigentum?

9. April 2008 um 09:18 | boss | In Produkte / Hersteller, Search, Technologie | 1 Kommentar

app_engine.jpgDas Google den ursprünglichen und eher anarchischen Gedanken des Internets immer noch weit mehr verinnerlicht hat als andere Unternehmen, steht wohl außer Frage. Das Prinzip Anwendungen tendenziell kostenlos an die Nutzer abzugeben und somit alle von den vermeintlichen Vorzügen profitieren zu lassen ist ungebrochen. Allerdings hat auch und gerade Google in letzter Zeit verstärkt mit signifikanten Abgängen im Managementbereich zu tun, die darauf hindeuten, dass der Kampf zwischen dem “anarchischen Flügel” und den “bedenkentragenden Managern”, die für den kommerziellen Erfolgt verantwortlich zeigen heftiger wird.

Eine scheinbare Entwicklung “back to the roots” ist dagegen wohl die neu anstehende App Engine von Google. Neben der nun schon seit geraumer Zeit existierenden Lösung Apps für Google selbst zu entwickeln, soll nun auch eine komplette Entwicklungs- und vor allen Dingen Livebetriebsumgebung für diese bereit gestellt werden.

“Die “App Engine” soll es Entwicklern erlauben, sich auf die Software-Entwicklung zu konzentrieren, Google sorgt dann dafür, dass die zum Betrieb notwendigen Computerressourcen zur Verfügung stehen. So will Google auch Lastspitzen den Schrecken nehmen und dank automatischer Replikation und Load-Balancing dafür sorgen, dass auch ein plötzlicher Besucheransturm bewältigt werden kann” so Golem.de.

Soweit so gut. Bemerkenswert und positiv ist hier sicher die Tatsache, dass Google weit weniger Aufhebens um die Einbindung der Entwickler (in Sachen SDK etc.) macht als z.B. Apple bei der aktuellen Entwicklung des iPhones. Dass das eigentlich nur von Vorteil sein kann sieht man daran, dass defacto durch die im sog. “Installer” vorliegenden Programme für das iPhone bereits sehr performant und ausgereift sind (allerdings nur, wenn das iPhone vorher “gejailbreaked” also unlocked wurde!). Da werden sich die nun über das offiziell herausgegebene SDK zu entwickelnden Programme sicherlich daran messen lassen müssen. Aber zurück zur Google App Engine. Etwas Bauchschmerzen würden mir als Entwickler schon kommen. Ich denke da nur an die unrühmliche Diskussion in Deutschland vor gar nicht so langer Zeit, in der plötzlich und einseitig die AGB für die Nutzung von Google Apps (Docs + Spreadsheets) seitens Google geändert wurden. Hier drohte ein Zugriff von Google auf Daten innerhalb der Applikation und somit zweifelsohne auf geistiges Eigentum des Erstellers. Auch wenn ich die AGB zur Google App Engine natürlich noch nicht gesehen habe, sehe ich hier ebenfalls einen potentiellen Konflikt. Ich denke nicht, dass Entwickler von Applikationen gerne in eine ähnliche Gefahr kommen möchten. Der Umgang damit wird also sicherlich spannend werden.

via: Golem.de


T-Online Anti-Spam: … und diesmal wollten sie wirklich nur helfen!

31. März 2008 um 15:42 | boss | In Produkte / Hersteller, Technologie, Unternehmens-News | 10 Kommentare

schwein_gehabt.jpgOhne im Sinne einer journalistisch fundierten Arbeit hier auf konkrete Beispiele eingehen zu wollen steht wohl fest: T-Online hat in Sachen Service nicht den besten Ruf. Flexiebelität, Kundenorientiert etc. sind wohl noch die meistgenannten Elemente mit vorsichtig formuliert “Optimierungspotential”. Aber manchmal geht die Kritik auch wirklich über das Ziel hinaus. Da führt T-Online (endlich muss man schon fast sagen) ein zudem noch “RFC-konforme(s) [Verfahren zur] Abweisung von unerwünschten E-Mails” ein und muss sich promt massiver Kritik stellen.

Da das Verfahren natürlich im Zweifel auch “mal” “False Positives”, also fälschlicherweise als “Spam” kategorisierte E-Mails aussortiert, fürchten Kritiker den Verlust wichtiger Mails. Sehr gut finde ich darauf das schon die recht “agressive” Antwort der T-Online:

“Die Deutsche Telekom ist nicht irgendein Feld-, Wald- und Wiesen-Provider, der experimentelle Systeme einsetzt. Wir haben den Detektionsmechanismus vorher über mehrere Jahre hinweg untersucht, getestet, ausgewertet und verbessert” [...] “Im Ãœbrigen benutzt jeder größere Mailprovider solche Mechanismen, d.h. wenn Sie wirklich ALLES haben wollten, was auf Port 25/tcp hereinkommt, dann hätten Sie eigentlich nur eine Wahl: Sie müssten einen Rootserver mieten und diesen nach eigenem Gusto einrichten. Wenn Sie es dann erreichten, dessen Domain im Internet einigermaßen bekannt zu machen, würden Sie bald feststellen, dass Sie kaum noch Mails empfangen könnten, weil der Mailserver auf ein paar tausend Sockets versucht, die Mails der Spam- und Virenbots anzunehmen, dies aber von den technischen Ressourcen her nicht mehr schaffen kann.”

Gut gebrüllt – großer Löwe. Und wie gesagt, diese Initiative ist lange überfällig und bei den meisten “professionellen” Hostern sowieso schon an der Tagesordnung. Konstruktive Kritik ist immer gefragt, aber manchmal ist es auch nur rein frustrietes “Draufhauen” und das ist eben nicht wirklich hilfreich.

via: Golem.de


Google/Doubleclick Akquisition: EU stimmt zu und Google streicht Jobs

12. März 2008 um 18:27 | boss | In Produkte / Hersteller, Unternehmens-News | Kommentieren

you-are-fired.jpgTja da fragt man sich schon ob das nun eine gute oder ein schlechte Nachricht ist. Zum einen hat nun auch die EU der immer noch nicht vollständig vollzogenen Ãœbernahme von Doubleclick durch Google zugestimmt. Das kling zunächst erst einmal gut. Allerdings sind damit nicht unbeträchtliche “Pferdefüsse” verbunden. Zum einen scheinen damit die Sorgen derjenigen Realität zu werden, die sich dem Thema Datenschutz verschrieben haben. Deren Bedenken, Google könnte durch die Ãœbernahme an Unmengen von Kundendaten kommen und diese freizügig ausnutzen, teilte zumindest die EU nicht.

Damit aber nicht genug. Wenn ich mich recht erinnere lese ich zum ersten Mal im Zusammenhang mit dieser Ãœbernahme bei Google das “böse Wort” Entlassungen. Demnach sollen mit dem Abschluss der Ãœbernahme die üblichen Umstrukturierungen einher gehen, was diesmal wohl von vorne herein auch den Abbau von Arbeitsplätzen bedeutet. Ungeachtet dessen hat diese Nachricht wohl aber nicht nur Einfluss auf die beiden direkt betroffenen Unternehmen. Analysten rechnen auch damit, dass dieses Ergebnis indirekt Einfluss auf die ebenfalls schwebenden Ãœbernahme von Yahoo durch Microsoft haben wird. Denn mit der neue entstehenden und nochmals gewachsenen Marktmacht von Google/Doubleclick wächst auch der Druck auf den Mitbewerber Microsoft sich im Bereich der Ads-Netzwerke und -angebote deutlich zu verstärken, will man den ohnehin schon großen Vorsprung von Google noch größer werden lassen. Es bleibt also spannend in diesem Markt.

via: Silicon.de


Handybetrieb im Flugzeug: ICE Unsitte nun auch über den Wolken?

10. März 2008 um 08:35 | boss | In Allgemein, Produkte / Hersteller | 17 Kommentare

handy-flugzeug.jpgDas Handy… unendliche Weiten der mobilen Kommunikation … aber wenn wir mal ganz ehrlich sind, gerade dieses Device hat wie alles zwei Seiten. Zum einen den Makel der scheinbaren permanenten Erreichbarkeit. Ich kenne nicht wenige Menschen, die 100% davon überzeugt sind, dass “ihr” Handy gar keinen Ausschalter besitzt oder das Gerät bei Betätigung dieses Schalters garantiert unwiederbringlich zerstört wird ;-) . Gerade diese Menschen beobachte ich auch dabei, wie sie nicht nur noch beim “Einchecken” am Gateway der Fluggesellschaft das Handy im laufenden Gespräch am Ohr haben sondern bis weit ins Flugzeug hinein. Und auch da schaffen sie es nur schweren Herzens, das Gerät nach mehrfacher persönlicher Aufforderung durch die Flugbegleiter/in kurzfristig abzuschalten. Nur um es dann – sobald das Fahrwerk des Fliegers auch nur in die Nähe des Bodens kommt – sofort wieder zu aktivieren. WOW, müssen die wichtig sein.

Um diesen Menschen den “Kurzfristentzug” zu ersparen (warum sonst) hat die Bundesregierung nun sogar die “Neufassung der Luftfahrzeug-Elektronik-Betriebs-Verordnung (LuftEBV)” beschlossen. Damit ist der Betrieb von Handys während des Flugs nicht mehr, wie bisher, gesetzlich verboten. Zwar geht das nun auch nur in Form einer Ausnahmegenehmigung aber ich bin sicher, dass die Fluggesellschaften hier schnell mit der Umrüstung beginnen werden. Was ich viel mehr befürchte ist, dass nun auch in Flugzeugen eine “Callcenter” Atmosphäre wie schon in ICE der Bahn entsteht. Sicherlich telefoniere auch ich auf längeren Strecken “mal” zwischendurch. Aber wenn schon, dann bitte mit etwas Rücksicht. Gerade die vorhandenen Nebengeräusche im Zug führend dazu, dass mache Mitreisende zu wahren Nervensägen werden. Hermetisch durch ihre “Active Noise Reduction” Kopfhörer abgeschirmt, wird erst mal geschlagene 10 Minuten das Klingeln des eigenen Handys ignoriert (und wie toll ist der Nokia Standard-Klingelton oder eine Axel F.?).  Sollte man das eingehende Telefonat doch bemerken, wird nach Leibeskräften gegen alle Nebengeräusche im Zug “angekämpft”. Und das von München bis Hamburg.

Wenn uns das nun in den z.T. noch kleineren und engeren “Sardinenbüchsen” über den Wolken droht …

via: Golem.de 


Multi-SIM Card: Nach Twin(SIM)Card kommt die UltraCard

19. Februar 2008 um 14:40 | boss | In Nice to have, Produkte / Hersteller | 6 Kommentare

Das man gerade im geschäftlichen Gebrauch mehr als nur ein Handy nutzt (oder benötigt!?) erfahren viel von uns je täglich. Da ist es schon interessant mehrere Nummern in einem Mobilfunkgerät zu vereinen, wie es die Twin-SIM anbietet. Ein weiteres Problem stellt die Nutzung der gleichen Nummer in verschiedenen Geräten (Autotelefon, Blackberry, Handy etc.) dar. Hinzu kommt, dass neben zwei Geräten (ggf. unterschiedliche Netzteile etc.) jeweils nur eines aktiv bei gleichzeitigem Betrieb angemeldet sein kann. Wie schnell vergisst man aber das Handy aus- und das Autotelefon einzuschalten.

Abhilfe dabei kann nun die auf der CeBit vorgestellt Lösung der UlraCard bieten.

“Eingehende Anrufe werden von allen einer UltraCard zugeordneten Endgeräten parallel signalisiert. Die Geräte können dabei auch parallel genutzt werden. SMS und MMS landen hingegen nur auf einem der drei Geräte. Auf welchem, sollen UltraCard-Nutzer flexibel festlegen können.”

Allerdings ist dieses Angebot anbieterabhängig (nur bei Vodafone) und kostet je genutzter Karte einmalig 30€. Wer nun gleich loslegen will muss sich voraussichtlich noch bis 01.08.2008 gedulden.

Via: Golem.de


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